Reference
EU INCLUSIVE - SF research project
Moderne Fertigungssysteme werden aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach hohen Produktionsraten mit gleichzeitiger hoher Qualität und Flexibilität, also der Fähigkeit die Produktionsanlagen an die ständig wechselnden Marktanfragen anzupassen, immer komplexer. Trotz des hohen Automatisierungsgrades von Maschinen und Robotern bleiben Menschen das Herzstück des Produktionsablaufs, da sie Kontrolle und Überwachung der Herstellung übernehmen. Menschliche Bediener interagieren mit Maschinen und Robotern mithilfe von human-machine interfaces (HMIs), welche unvermeidbar immer komplexer werden, da neue Funktionen durch das Produktionssystem implementiert werden und einen großen Umfang von Arbeitsmodi und Anweisungen beinhalten. In diesem Szenario stoßen Bediener auf viele Schwierigkeiten bei der effizienten Interaktion mit der Maschine; dies ist vor allem bei Arbeitern mittleren Alters, die sich in der Interaktion mit einem komplexen Computersystem unwohl fühlen und bei jungen unerfahrenen und behinderten Menschen, die solch komplexe Produktionssysteme nicht effizient bedienen können, der Fall.
Das Projekt INCLUSIVE zielte darauf, die wachsende Lücke zwischen der Komplexität der Maschinen und den Fähigkeiten der Nutzer zu schließen, indem ein intelligentes und innovatives HMI, das die Fähigkeiten der Arbeiter und die benötigte Flexibilität berücksichtigt, indem deren Limits (z.B. durch Alter oder Unerfahrenheit) kompensiert und ein Vorteil aus ihrer Erfahrung gezogen wird.
Um das zu erreichen, muß zunächst das entwickelte HMI-System in der Lage sein, eine vertretbare kognitive Belastung der Arbeitenden und ihre Fähigkeit, die Automatisierungsaufgaben in Zusammenarbeit mit dem Produktionssystem zu bewältigen, messen können. Weiterhin muss es dazu fähig sein, die Automatisierungsfunktionen und die Menge an Information des Produktionssystems an die gemessenen Fähigkeiten des Bedieners anzupassen. Darüber hinaus muss das HMI weniger begabte Bediener unterstützen und trainieren, komplexe Automatisierungsaufgaben angemessen zu bewältigen, auch indem eine virtuelle Umgebung und ein industrielles soziales Netzwerk integriert wird.
Ziel des Projekts war die Sicherstellung größtmöglicher Akzeptanz der Arbeiter durch die Schaffung eines inklusiven Arbeitsumfeldes und der Produktivität für neue automatisierte Produktionssysteme. In dem auf 36 Monate angelegten EU-Projekt arbeitete Software Factory europaweit mit 10 Partnern (Hochschulen und Unternehmen aus Industrie und Softwareentwicklung) eng zusammen.
Erfahren Sie in einer Reihe spannender Videos, von Interviews über Demo Cases mehr zum Erfolg des Forschungsprojektes.
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EU INCLUSIVE
- Branch Research project