LINIE 2000 – TECHNOLOGIE IN JAVA™

Montagelinie mit SPS-Steuerung und Java-Framework

Im Rahmen des Projekts Linie 2000 der Firma TRW Airbag Systems wurde eine neue Software-Generation zur Steuerung von Montagelinien als 100% Pure Java Applikation entwickelt. Durch die heterogene Struktur des Netzwerks im Unternehmen bei TRW Airbag Systems hat sich die Plattformunabhängigkeit von Java als großer Vorteil erwiesen. Die Serverkomponenten des Systems laufen sowohl auf HP-UX als auch auf Linux, als Client-Plattform kommt zusätzlich noch Windows XP/NT auf Standard – Bürorechnern zum Einsatz. Die Kommunikation zwischen Linienrechner und Clients ist mit Hilfe von RMI realisiert. Die kompletten Konfigurationen der Montagelinie und der einzelnen Fertigungsaufträge sind auf den Linienrechnern gespeichert. Dazu ist eine MySQL™ – Datenbank mit Hilfe von JDBC eingebunden.

Im Anschluss an die Kernkomponenten wurde ein Statistikmodul entwickelt. Dies beinhaltet neben Statistiken über Montagefehler, Stückzahl und Verfügbarkeit auch vier verschiedene SPC-Karten. Zur Visualisierung wird hier Java2D eingesetzt.

Durch die vorgegebene Pflicht zur Dokumentation aller gefertigten Gasgeneratoren werden hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit des Gesamtsystems gestellt. Die Fertigungsdaten aller Montagelinien werden zentral auf einem Dokumentationsserver (PLR) gespeichert.

Bei Ausfall des PLR erfolgt automatisch eine Zwischenspeicherung der Daten auf den einzelnen Linienrechnern. Wenn der Dokumentationsserver erneut verfügbar ist, werden die zwischengespeicherten Daten wieder auf diesen übertragen. Fällt dagegen der Linienrechner aus, übernimmt ein Sicherungsrechner die Dokumentation.

Abb. 1: Kommunikationsmodell

Das Verpacken eines gefertigten Bauteils kann erst nach Quittierung der physikalischen Datenspeicherung durch einen der beteiligten Server erfolgen. Dadurch ist eine komplette Dokumentation aller ausgelieferten Gasgeneratoren sichergestellt. Alle angesprochenen Komponenten wurden von der Firma Software Factory realisiert und beruhen auf einem gemeinsamen Java-Framework.

Montagelinien mit Siemens Simatic S7 ™ Steuerungen erlauben den Anschluss über Ethernet. Als Kommunikationsprotokoll verwenden die S7-Netzwerkmodule OSI über TCP/IP nach RFC1006. Für die Anbindung der Montagelinie an den Linienrechner wurde von der Firma Software Factory ein Java-Modul für dieses Netzwerkprotokoll entwickelt. Zusätzliche Treiber sind dadurch nicht mehr notwendig. Durch Verwendung von 100% Pure Java ist das S7-Kommunikationsmodul auf allen gängigen Plattformen verfügbar.

Für Fragen oder weitere Informationen stehen wir Ihnen jederzeit gerne über unseren Kontakt zur Verfügung.

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